Poetisches...
hör mal!
da!
ein geräusch trifft auf das ohr
das trommelfell war straff zuvor
doch jetzt beginnt es sich zu regen
und den hammer zu bewegen
der dann auf den amboss schlägt
und die schwingung in sich trägt
ein muskel lockert seine zügel
der amboss nimmt den steigebügel
mit und dann… die wanderwelle
transportiert jetzt auf die schnelle
durch die wässrig endolymphe
das geräsuch wie eine nymphe
durch die schnecke, cochlea
und – was haben wir denn da?
die kleine basiliarmembran
hebt und senkt sich, sieh mal an…
auf ihr sind härchen, und die zellen,
bewegen sich jetzt auch in wellen
das erste mischpult prägt die klänge,
geräusche, stimmen und gesänge
eingepegelt könnt ich schwören,
jetzt müsste man doch wohl was hören!
das geräusch geht auf die leitung
zunächst noch ohne sinnbegleitung
durch den hörnerv rauf ins hirn
die grauen zellen hinter stirn,
dem schädel und dem felsenbein,
muss noch ins sprachzentrum hinein,
doch das wird nicht alles sein -
das geräusch wird noch bewertet,
ist das schlimm? bin ich gefährdet?
hat da jemand was gesagt?
mich gefragt, sein leid geklagt?
will da wer was von mir wissen?
aus dem hören wird verstehen,
doch das kann daneben gehen…
wir verstehen vieles „miss“
und wenn mal der faden riss
ist nicht mehr klar, was das jetzt war
dann wird das hören zum problem
und das ist nicht sehr angenehm
der sinn kommt nicht mehr so recht rum
andere denken: du bist dumm
verstehst ja gar nichts, aber halt…
gegen die naturgewalt
des schlechten hörens gibt es rat
und wer das leben nicht verpennt
fragt jemanden, der sowas kennt
und das ist eben, liebe leut,
vielleicht – ein audiotherapeut
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